Strecken und Bahnhöfe der Schmalspurbahnen im Harz Band 2. Jürgen Steimecke & Söhnke Streckel

Art.Nr.: 903-621

EUR 37,29

  • Gewicht 1.50 kg

Geplante Neuerscheinung für den 25.07.2019


Inhalt

Söhnke Streckel 2019, 272 Seiten, ca. 850 Abbildungen, Hardcover mit Fadenheftung, Format 23,5 cm x 30,5 cm.

In Fortsetzung des ersten Bandes bietet auch dieses Buch eine Fülle an historischem und zeitgenössischem Bildmaterial, begleitenden Texten, dazu historischen Gleisplänen und Dokumenten. Sie alle illustrieren die spannende Geschichte der Harzer Schmalspurbahnen.

Der Harz ist das nördlichste in sich abgeschlossene Gebirge Deutschlands. Zwischen Saale und Leine, Elbe und Weser, mitten im Herzen Deutschlands gelegen, bildet er ein scharf umrissenes Gebirgsmassiv mit einer Gesamtausdehnung von 100 km Länge und 33 km Breite. Wer ihn kennt in seiner mannigfaltigen Schönheit, kehrt gern zurück. Er ist ein durch saftige Täler mit üppiger Vegetation durchzogenes Hochland, das in seiner Längsausrichtung von Westen nach Osten gelagert, in der Hauptmasse aus Tonschiefer, Grauwacke, Granit im Brockengebiet und Quarzporphyr um den Auerberg im Süden besteht. Allein der Name „Harz“ löst bei Eisenbahnfreunden bereits sehnsüchtige Gedanken aus. Denn an welchem Ort der „modernen Welt“ bietet sich heute noch die Gelegenheit zu einer Dampfzugfahrt? So ursprünglich wie weiland zu den Pioniertagen dieses Verkehrsmittels? Genau, im Harz. Genauer: Perspektivisch betrachtet bald nur noch im Harz. Denn einst als „Alpen zweiter Klasse“ geschmäht, überzeugt der Harz heute nicht nur mit seinen Eigenheiten und den feinen Linien und Farben der Natur, sondern eben auch mit seiner ursprünglichen Schmalspur-Eisenbahntechnik, die zu einem weltweiten Alleinstellungsmerkmal geworden ist. Der Dampfbetrieb ist eine vom Aussterben bedrohte Antriebstechnologie. Ganz rational betrachtet ist sie der Dinosaurier der Industrialisierung und scheint in vielen Belangen ein wenig aus der Zeit gefallen. Aber mag die CO2-Bilanz auch noch so desaströs ausfallen, das Fahrvergnügen mit einem ruckelnden, zuckelnden und von einem dampfenden Ungetüm angetriebenen Gebirgszug ist und bleibt unübertroffen. Grandios altmodisch. Bietet schon jede normale Eisenbahnfahrt viel Sehenswertes, um wie viel mehr Reize bereichert uns dann eine Fahrt durch das Harzgebirge in einem Dampfzug? Die Eigenarten der Gebirgsbahn, ihre Einrichtungen, die Steigungen und Neigungen der Bahnstrecke, die wechselnden Bilder der Landschaft, der Blick hinauf zu den Höhenzügen oder tief hinunter ins Tal, die Wälder, Wiesen, Bäche, Teiche – immer neue Eindrücke drängen sich in abwechslungsreicher Fülle auf. 

Im Band 1 wurden bereits die Strecken und Bahnhöfe der früheren NWE zwischen Nordhausen, Wernigerode und dem Brocken dargestellt. Band 2 schließt nunmehr daran an mit der Beschreibung der „Selketalbahn“, einst selbständig als Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn (GHE) bestehend, heute integriert in das Netz der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB). Die GHE gehörte ab 1920 zur Anhaltischen Landes-Eisenbahngemeinschaft (ALE). Dies war eine Bahn in öffentlich-rechtlicher Körperschaft mit Sitz in Dessau. Zu dieser Gemeinschaft gehörten neben der GHE auch die Dessau-Wörlitzer-Eisenbahn AG, die Kleinbahn GmbH Staßfurt-Löderburg sowie die Zschornewitzer Kleinbahn GmbH. Hieraus leiteten sich auch die früher wechselnden Bezeichnungen als GHE, Anhaltische Harzbahn oder Selketalbahn ab.

Die GHE war die erste in den Harz gebaute Schmalspurbahn. Sie galt und gilt zugleich auch als die schönste Meterspurstrecke durch den Harz. Der kleinste Bogenhalbmesser beträgt 60 m. Am 7.8.1887 wurde der erste Streckenabschnitt Gernrode – Mägdesprung feierlich eröffnet. Die Hauptstrecke verläuft seitdem von Gernrode nach Hasselfelde (Strecke 4) mit den drei Zweigstrecken Alexisbad – Harzgerode (Strecke 5), Stiege – Eisfelder Talmühle (Strecke 3) und Quedlinburg – Gernrode (Strecke 6). Der ehemals normalspurige, dann schmalspurige HSB-Streckenabschnitt Quedlinburg – Gernrode ist erst ab 2006 neu hinzugekommen. Das Streckennetz erschließt bis heute die touristisch bedeutende Region entlang des Selketals.

Der Blick ist wie zuvor schon im Teil 1 nicht nur auf das Schmalspurbahnnetz selbst gerichtet, sondern vermittelt auch interessante Einblicke in die ehemalige Industriekultur entlang der Strecken im Selketal.

Im Anhang befindet sich eine Beschreibung aller auf den Strecken der GHE, NWE, DR und HSB getesteten Schienenfahrzeuge („Erlkönig-Liste“) sowie die Liste aller Triebwagen und Wagen der GHE. Ergänzend wird auch das zur Infrastruktur zählende Funknetz der HSB grafisch dargestellt und erläutert.

 Inhaltsverzeichnis:

Vorwort

Historischer Abriss

Streckennetz

 

Strecke 3 Stiege – Eisfelder Talmühle

Bahnhof Stiege

Haltepunkt Birkenmoor

Haltepunkt Unterberg

Bahnhof Eisfelder Talmühle

 

Strecke 4 Gernrode – Hasselfelde

Bahnhof Gernrode

Haltepunkt Osterteich

Haltepunkt Sternhaus Haferfeld

Bahnhof Sternhaus Ramberg

Bahnhof Mägdesprung

Haltepunkt Drahtzug

Bahnhof Alexisbad

Bahnhof Silberhütte (Anhalt)

Haltepunkt Straßberg (Harz) Glasebach

Bahnhof Straßberg (Harz)

Haltepunkt Güntersberge

Bahnhof Friedrichshöhe

Haltepunkt Albrechtshaus

Bahnhof Stiege

Bahnhof Hasselfelde

 

Strecke 5 Alexisbad – Harzgerode

Bahnhof Alexisbad

Bahnhof Harzgerode

 

Strecke 6 Quedlinburg – Gernrode

Bahnhof Quedlinburg

Haltepunkt Quedlinburg-Quarmbeck

Haltepunkt Bad Suderode

Bahnhof Gernrode

 

Testfahrzeuge im Harz

Ehemalige Fahrzeuge der GHE

Betriebsfunknetz der HSB

Erratum Band 1

Danksagung