Schmalspurige Dampflokomotiven im Ersten Weltkrieg. Günter Krause, Günter Krall und Roland Bude

Art.Nr.: 901-544

EUR 37,20

  • Gewicht 1.00 kg

Produktbeschreibung

DGEG 2018, 288 Seiten, 305 Schwarzeißbilder, 15 Farbbilder, 7 Karten, A4-Format, Hardcover.

Vor 100 Jahren – 1918 – endete die große militärische Auseinandersetzung, die als „Erster Weltkrieg” oder auch – im angelsächsischen Sprachraum – als „The Great War” in die Geschichte eingehen sollte. In diesem Krieg spielte die Eisenbahn sowohl beim Aufmarsch der Truppen als auch bei deren Versorgung eine große Rolle. Zwar hatten Eisenbahnen schon z. B. im Amerikanischen Bürgerkrieg in beiden Punkten wesentliche Aufgaben übernommen, aber der Einsatz der Eisenbahnen erreichte im Ersten Weltkrieg eine nie geahnte Ausdehnung – auf beiden Seiten der Fronten.

Auf Seiten der Mittelmächte – Deutsches Reich, Österreich-Ungarn, Osmanisches Reich und Bulgarien – wurden neben den normalspurigen Eisenbahnen auch schmalspurige Bahnen eingesetzt. Von besonderem Interesse sind die sogenannten „Brigadelokomotiven”, eigens für die Militärfeldbahnen entwickelte D-gekuppelte Lokomotiven mit 600 mm Spurweite. Von ihnen wurden über 2.500 Exemplare gebaut und viele davon taten noch lange in Friedenszeiten Dienst – teilweise bis in die heutigen Tage. Viele Museumsbahnen in aller Welt haben diese Loks in ihrem Bestand.

Zusätzlich zu den D-gekuppelten Lokomotiven und den E-gekuppelten Nachfolgemodellen wurden auch die C-gekuppelten Doppellokomotiven („Illinge“ und „Zwillinge“) sowie die C-Kuppler, die in Anlehnung an Industrieloks entstanden und auch an die Eisenbahnbrigade geliefert wurden, mit aufgenommen. Allen gemein war die Spurweite von 600 mm.

Darüber hinaus wurden auch die sogenannten „HK-Maschinen“ mit in diese Übersicht eingearbeitet. Diese Lokomotiven waren für das Heer direkt gebaute meterspurige Maschinen (HK 1–HK 100) bzw. wegen Lokbedarfs bei der Armee von Klein- und Privatbahnen requirierte Loks (ab HK 101).

Dieses Buch bietet einen Nachweis über jede einzelne diese Maschinen mit Herstellerdaten (Baujahr, Fabriknummer), Einsatz sowie Verbleib – natürlich nur, sofern Daten vorlagen. Von vielen Loks sind die Informationen vorhanden, aber ebenso bleibt das Schicksal anderer im Dunkeln. Archivöffnungen und neue Quellen in den letzten 25 Jahren haben unser Wissen über diese Lokomotiven erheblich erweitert.

Dieser Loknachweis bildet den sechsten Band der von der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (DGEG e.V.) herausgegebenen Reihe „Deutsche Dampflokomotiven“.