Die Demminer Kleinbahnen. Walter Bauchspies & Torsten Berg

Art.Nr.: 901-530

EUR 37,20

  • Gewicht 0.96 kg

Inhalt

EK-Verlag, 168 Seiten, ca. 180 Abbildungen, Hardcover, gebunden, Format 21,0 x 29,7 cm.

Ein letztes Exemplar auf Lager; verlagsseitig vergriffen.

Geschichte zweier schmalspuriger Lenzbahnen: Die ehemalige Demminer Kleinbahnen in Vorpommern gehören zu den fast vergessenen Bahnen. Zwischen 1895 und 1913 von der Stettiner Firma Lenz & Co. errichtet, mussten sie schon zum Ende des Zweiten Weltkrieges abgebaut und der damaligen Sowjetunion übergeben werden.

Die in den Archiven lagernden Akten sind lückenhaft, die erhalten gebliebenen Überreste werden immer spärlicher. Und doch sind mithilfe vieler Sammler Fotos und technische Unterlagen zum Vorschein gekommen, die ein vielfarbiges Bild zeichnen. Da gab es die größte Brücke und den längsten Lokschuppen aller pommerschen Kleinbahnen, Dreischienengleise für Normal- und Schmalspur, Dreischienengleise für 600 und 750 mm, Kuppelwagen, Abteilwagen, örtlichen Pendelverkehr, Stellwerke, Hafenanschlüsse usw. Das Buch schildert ausführlich die Betriebsgeschichte der beiden 750 mm-spurigen Kleinbahnen. Zahlreiche Fotos, Maßskizzen für den Modelleisenbahner, Alltagsschilderungen und Anekdoten vom Kleinbahnbetrieb runden das Ganze ab. Damit wird ein weiterer weißer Fleck in der Kleinbahngeschichte getilgt.

Was ist es eigentlich, was eine Kleinbahn so anziehend macht? Sind es die kleinen schnaufenden Dampfloks, die oftmals romantische Streckenführung, das Blumenpflücken während der Fahrt? Oder sind es die Erinnerungen der Beschäftigten, die enge Verbundenheit der Einheimischen mit ihrem "Feurigen Elias" bzw. "Entenköpfer"? Oder ganz einfach nur das Bild von der friedlichen heilen Welt, welches die offenbar ohne jeden Zeitzwang langsam dahinbummelnden Züge vermitteln? Wohl von jedem etwas. Wenn man als Eisenbahnfreund dann noch die Gelegenheit hat, Eisenbahn-Archäologie zu betreiben und Details über fast schon vergessenen Bahnen zu erfahren, dann ist Spannung eigentlich garantiert, denn fast immer erfährt man dabei auch eine ganze Menge aus der Heimatgeschichte. Aber es werden außerdem Zusammenhänge ersichtlich zwischen staatlichen Entscheidungen und ihren zwangsläufigen Folgen für die Menschen. Und man sieht verblüfft, daß Arbeitsweise und Regularien der Lokalpolitiker und Ingenieure vor über 100 Jahren sich kaum von den heutigen unterscheiden.

Inhalt:

Vorwort (S. 4);

Lage der Bahnen (S. 5-7);

Geschichtlicher Überblick (S. 8-40): Vorgeschichte, Der Bau der DKB, Die Kleinbahn bringt den Fortschritt aufs Land, Der Bau der DKBW, Kaiser, Krieg und Krise, Kleinbahn in brauner Zeit, Neuanfang und Ende, Hafenbahn Demmin;

Strecken und Bahnanlagen (S. 41-84): Feldbahnen im Einzugsbereich der DKBO/DKBW, Strecken, Planum und Unterbau, Oberbau, Signale und Sicherungseinrichtungen, Hochbauten;

Betrieb und Verkehr (S. 85-92): Betriebsdienst, Verkehr;

Fahrzeugpark (S. 93-137): Allgemeines, Lokomotiven, Wagen;

Kleinbahn-Kraftverkehr (S. 138-139);

Geschichten und Erinnerungen (S. 140-157): Die Kleinbahner, Günter Meyer: Ein Besuch in Jarmen 1958, Geschichten und Erinnerungen;

Die Zuckerfabriken im Einzugsbereich der Kleinbahnen (S. 158-165);

Quellen- und Literaturverzeichnis (S. 166-167);

Abkürzungen (S. 167).